RLC ist kein weiterer Prozessbaukasten. RLC trennt konsequent Lernen von Liefern – und bringt Ordnung in unsichere Projekte. Statt „bauen-testen-fixen“ klärt das Team zuerst die kritischen Entscheidungen und die Wissenslücken, die es dafür schließen muss.
Worum es geht
- Zwei Arbeitssorten: Lernaufgaben (Wissen erzeugen) vs. Umsetzungsaufgaben (Features bauen, z. B. mit Scrum). Ergebnis: weniger späte Änderungen.
- Rhythmus: Lernzyklen von 2–6 Wochen; dafür konkrete Tasks von 1–5 Tagen, die eine Wissenslücke messbar schließen.
- Nutzen: Risiken früher sehen, Entwicklungszeit verkürzen, Ressourcenverschwendung vermeiden.
So setzt ihr RLC auf (5 Schritte)
- Core-Hypothese formulieren: Ein klarer Satz zum Produkt/Projekt: Zielgruppe → Nutzen → Business-Value. Macht Annahmen sichtbar.
- Key Decisions identifizieren: Welche Weichenstellungen haben hohen Impact, sind schwer rückgängig zu machen oder treiben andere Entscheidungen? LRM festlegen (spätester verantwortbarer Zeitpunkt).
- Knowledge Gaps ableiten: Was müssen wir wissen, um die Entscheidung sicher zu treffen? Keine Tasks, echte Fragen.
- Lern-Backlog planen: Für jede Lücke ein Item mit Abschlusskriterium (z. B. „≥80 % Ladeeffizienz nachweisen“).
- Cadence & Events: Kick-off, kurze Status-Checks, alle 2–8 Wochen ein Integration Event (Erkenntnisse, offene Gaps), plus Retrospektive.
Wann lohnt sich RLC besonders?
Bei hoher Unsicherheit, komplexen (auch Hardware-)Produkten, innovationsgetriebenen Vorhaben und großen Lebenszyklus-Effekten auf Kosten, Qualität und Markteintritt.
👉 In deinem 15-Minuten-Podcast führst du durch genau diese Schritte – kompakt, praxisnah. Perfekt zum Mitdenken mit aktuellem Projekt im Kopf.
Frage zum Mitnehmen: Welche eine Entscheidung in eurem aktuellen Projekt würdet ihr ab heute erst nach einem gezielten Lernzyklus treffen – und welches Wissen braucht ihr dafür?